Whisk(e)y aus der USA und Kanada

Whisky aus der USA und Kanada entstand durch die großen irische Emigration. In den USA hat sich die irische Schreibweise Whiskey durchgesetzt. Die Herstellung von Whisk(e)y unterscheidet sich in beiden Ländern stark und wird an dieser Stelle daher gesondert betrachtet.

 

USA

In den USA wird hauptsächlich Bourbon und Rye hergestellt, traditionell aus Zeiten der Prohibition auch Corn. Größentels hat sich das Säulenbrennverfahren nach Aeneas Coffey durchgesetzt, je Art des Whiskey werden andere Getreidemischungen verwendet. Rye Whiskey besteht aus mindestens 51% Roggen, Bourbon hingegen aus mindestens 51% Mais. In den letzten Jahren wird aber auch vermehrt Single Malt Whisky hergestellt. Corn Whiskey besteht aus mindestens 79 % Maisanteil.

Die Verwendung von Mais ist historisch einfach zu erklären. Die nach Amerika emigrierten Iren wollte auch ihren geliebten Whiskey nicht verzichten, Mais war die einzige in Amerika einheimische Getreideart und am günstigsten anzubauen. Schnell wurden die Ernteüberschüsse zu Whiskey destilliert.

Bis heute kommt der Großteil des Bourbons aus Kentucky, eine Besonderheit ist zudem der Tennessee Whiskey. Er ähnelt zwar dem Bourbon, wird jedoch nach dem Brennvorgang durch Holzkohle gefiltert, was Fuselöle aus dem Whiskey lösen soll. Dieses Verfahren wird nur noch durch Jack Daniels und George Dickels angewandt.

Bei Tennessee, Rye und Bourbon muss der Whiskey mindestens vier Jahre lang in neuen (ausgekohlten) Eichenfässern lagern, um sich auch so nennen zu dürfen.

Buffalo Trace in Kentucky - CC-Lizenz und Urheber: Steve Ryan

 

Kanada

Kanadischer Whisky wird hauptsächlich aus Roggen gebrannt, auch wenn die Rahmenbedingungen im eher liberalen Kanada nicht so stark wie in den USA gesetzlich geregelt sind. Auch Whisky mit minimalen oder gar keinen Roggenanteilen dürfen sich so z.B. Rye-Whisky nennen. Zudem dürfen Zusätze wie Fruchtsäfte, Sherry oder Obstweinen dem Whisky zugefügt werden (maximal 2%). Wie in den USA muss das Destillat aber mindestens vier Jahre in neuen Eichenfässern lagern.